Herzlich willkommen auf meiner Blogseite !

Erfahren Sie durch meinen Blog die aktuelle Auseinandersetzung mit zeitkritischen Themen. Jeder Blog-Eintrag ist kommentierbar, nutzen Sie also die Chance zum freien Blog und sagen Sie mir die Meinung, Ihre Meinung.

Außerdem finden Sie hier alle meine Bücher. Sie können darin stöbern und direkt bestellen.
Viel Spaß!

Meine Meinung

Die Katalanen haben Recht. Ihre machtvolle Demonstration von einer Million Menschen in Barcelona zeugt vom Freiheitswillen. Diesem Willen muss Europa begegnen.

Doch nicht der Nationalstaat im alten Stil ist die Lösung. Brüssel und Straßbourg sind gefordert: Es braucht den Europäischen Pass!


Machtdemonstration der Freiheit (Foto: elPeriódico)

Es gibt drei „Elemente“, die den Menschen ein national empfundenes Gefühl vermitteln: die Gleichheit des Geldes, die Gleichheit der Pässe und dieselbe Sprache. Abgesehen mal von den Fußballnationalmannschaften … Die Gleichheit des Geldes haben wir. Der Euro ist, wenn auch mit erheblichen Schwächen in der Statik, ein Erfolgsmodell. Bei 28 Mitgliedsstaaten ist Vielsprachigkeit kein Wunder. Also bleibt noch der Pass. Wir brauchen den Europäischen Pass zur gemeinsamen Identität.

Alle Nationalstaaten können so bleiben wie belieben. Man kann sich lösen oder vereinen. Entscheidend wäre aber, dass man sich nicht von Europa und seiner Idee lösen könnte. Einmal Europäer, immer Europäer – egal, ob Deutscher, Franzose, Brite, Italiener etc.

Wie notwendig das ist, zeigt sich an den galoppierend auf uns zurasenden rechten Zeiten. Wenn es überall heißt „Mein Land first!“ sind Kriege die logische Folge. Zumal, wenn, wie absehbar, alle Schlachtrufe von „Mein Land first“ ausschließlich von faschistoiden Parteien gerufen werden, wie es in Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Schweden und und und geschieht. Die Fackel der Kriegsgefahr ist schon zu riechen.

Darum braucht es mutige Politiker wie Macron, die für Europa kämpfen. Es wird aller höchste Zeit, bevor das droht, was u.a. Sachsen produziert. Mit Politikern aber, die eine naturgemäße Allergie gegen Visionen und eigenständiges Denken beweisen á la Merkel, kann und wird das nicht gelingen.

70 Jahre Frieden in Europa sind Auftrag für die weitere Zukunft. Darum fordere ich alle Parteien und Politiker in Europa auf, so schnell wie möglich den Europäischen Pass einzuführen. Damit nicht das passiert, was 1913/1914 schon einmal zum epochalen Chaos führte. Der Europäische Pass ist eine Verpflichtung für den Frieden, für den Erhalt einer Wertegemeinschaft, für unser aller kulturelles Erbe.

Dann kann auch Katalonien seine Freiheit ausüben, ähnlich wie Flamen und Walonen, Schotten und Waliser, Bayern und Tirol, Norditalien und das Baskenland. Innerhalb eines Europäischen Passes ist die Freiheit grenzenlos.

Es gibt himmelschreiende Unterschiede zwischen einem Despoten und einem Idioten. Wie die Begriffe schon andeuten, hat ein Despot es ungleich schwerer. Das hängt mit seinen Ansprüchen zusammen. Ein Despot will die Architektur des Staates verändern und möglichst so zerfleddern, dass er seine persönlichen Vorteile daraus ziehen kann. Präsident Erdogan ist darin ein Meister. Das zu verwirklichen, bedarf es eines Mindestmaßes an Intellekt, womit deutlich wird, dass der US-amerikanische Präsident Trump hier nicht gemeint sein kann. 
Trump (Foto: AFP/Berliner Kurier)

Trump ist ein Trampel, der im Entertainment groß wurde und darin stecken blieb. Er ist fasziniert von Politik, ohne die geringste Ahnung davon zu haben. Es ist das Wesen eines Idioten, über Dinge zu schwadronieren, von denen er keine Ahnung hat. Das ist Trumps größte Stärke. Dies belegt er mit grausam-dummen Lügen, die keine Fake-News sind, sondern schlichtweg Lügen. Trump lügt sich durch die Jahre seiner Präsidentschaft, weil er nichts anderes kann.

Letztlich, das wissen alle Beteiligten, die Shows organisieren oder gestalten, sind Shows nichts anderes als Lügen. Eine bestimmte Welt wird geschaffen, um ein unbestimmtes Zielpublikum zu unterhalten. Exakt das macht Trump. Und seien wir ehrlich: Trump hat ernsthaft Talent. Der innere Empörungsgrad – Oh Gott! Was hat er denn nun wieder rausgehauen – funktioniert sogar international. Man hört ihm zu. Wenn auch manchmal mit Grausen, Bibbern oder Mitleid. Aber man hört ihm zu.

Insofern ist das Entertainment des Präsidenten Trump eine perfekte Showeinlage, gerade in Zeiten, in denen irgendwie alles in Frage gestellt ist und jeder die Orientierung verloren zu haben scheint. Ob Merkel-muss-weg-Beschreiber, Unsportler, die nie den linken Arm recken, Verschwörungsbeschwörer, Empörungsreflexer oder Gute-Bürger-Beter – allen ist gleich, dass sie etwas befürchten, was Trump längst liefert.

Trump fehlt die Clevernis eines Erdogan oder eines Putin, den Staat mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen. Er kriegt es ja nicht einmal hin, Stormy Daniels zu befrieden. So eigenartig es sich anhört – Trump ist tatsächlich ein Diener seines Staates. Denn er hält sich an Gesetze und Strukturen, auch wenn er sie verdammt. Insofern ist Trump kein Despot, sondern eine verdammt lächerliche Figur, als sei sie aus den Trickfilmstudios Walt Disneys heimlich ausgebüxt.

Wie hältst du’s mit dem Jud‘?

Kannst du unterscheiden zwischen

Jud‘ und Israel, damit du, wie du hoffst,

dir nicht den Vorwurf einfängst,

Antisemit zu sein? Sag mir,

wie hältst du’s mit dem Jud‘,

wenn Luft-Boden-Raketen, ferngelenkt

aus Hubschraubern über Gaza-Stadt

zischen in die Körper von Terroristenkindern?

Wenn an der Grenze der Wunsch nach Freiheit

kasernierter Palästinenser

brennt in tausend Reifen und zu schwarzen

Qualmfontänen die Freiheit sich

am Stacheldraht verhakt? Wenn

Verletzte sterben am Wundbrand

organisierter Unterversorgung, wodurch Mangel

Kinderbäuche bläht? Sag mir,

wie hältst du’s mit dem Jud‘?

Wenn die Sterblichkeit im Krieg

tausende Palästinenser trifft und auf der

Gegenseite die Zahl bei null stagniert?

Sag, was fließt in deine Reden ein?

Neutrales Blut, über die, die sterben aktuell oder

der Schuldenstand des Holocausts? Wie viele

Wörter wirst du wenden, drehen, drechseln,

um zu sagen, was ist?

Wie hältst du’s mit dem Jud‘

angesichtig der Geschichte von Vergasung

und Vernichtung? Kannst du sagen, was

du siehst? Oder schließt du deine Augen,

im Wissen um die Schuld von damals?

Sag mir,

wie hältst du’s mit dem Jud‘,

wenn du zu unterscheiden suchst, indem du

Israel sagst, um das Wort Jude zu vermeiden?

Nicht wissend, dass es keinen Unterschied

gibt zwischen Wörtern, die vom selben

Stamme? Wodurch, wenn immer du

von Israel sprichst, sie dich ebenfalls als

Antisemiten kreuzigen? Sag,

wie hältst du‘s aus im ewigen Schuldkäfig?

In dem Kritik an Raketen, Bomben und Zerstörung

geächtet ist durch deine Dauerschuld? Sag,

wie kommst du damit klar,

dass in deinem Kopf Messer lauern, die die Wahrheit

solang selektieren, bis Israels Unschuld

bewiesen? Sag, wie machst du das?

Wie wirst du damit leben, dass du

ewig-gestrig bleibst? Und die Wahrheit

solang selektierst, bis alle Morde Israels

dich freisprechen von etwas, was du

nie getan? Sag,

wie hältst du’s mit dem Jud‘?

Wenn Wahrheit nicht sein darf und

schon der Gedanke daran zeigt,

wie antisemitisch du bist? Wenn allein

dieses Gedicht zum Aufruhr gegen die

unterdrückte Freiheit des Denkens

führt und der Schuldkäfig kein Pardon

erlaubt? Sag,

wie hältst du’s mit dem Jud‘,

wenn die Falle der Moral der Wächter

zuschnappt und dich im Umkehrschub

erledigt und zu dem macht, was du sein

sollst, ein Antisemit? Wovon sie

bestens leben, die Wächter,

und ihr Auskommen bestreiten,

durch deine Bewachung? Sag mir,

wie hältst du’s mit dem Jud‘,

über den zu sagen nichts erlaubt ist

außer Schuldigkeit, der deinen?

Sag.

Leben geht
vergeht sich
am Tod

denn Tod
ist die sicherste
aller Garantien

Ich hab den Mond abgehängt,
daraus ein Grab gebettet.
Aus Sternen
flocht' ich dir ein Segel.
Und nahm noch Samen mit
fürs nächste Leben.
Zu einer Jolle
formt' ich unsere Liebe,
übergab dich,
das Grab,
den Samen
dem ozeanischen Empfinden.

Aus meinen Augen
tränt Erinnerung.
Von meinen Händen
tropft Verlangen:
Ich würde gern -
doch wer kann schon,
wenn selbst das Ende
stirbt.

Reisefertig schlagen Wellen Gischt.
Ihr weißer Kamm zerfließt.
Es bleibt,
im Wind verfangen,
nur eine Melodie,
die deinen Namen formt',
als würdest du noch
leben.
 
 

Die dreckige Hure
die dreckig
und hurenhaft wurde
ist dies geworden
durch ihre Kunden

Erst
durch ihre Kunden
wurde sie das
was sie ist
musste sie werden
eine Hure

Und
weil ihre Kunden
meinten das Gewissen
sich bedreckt zu haben
nannten sie folglich die Hure:
"Die dreckige Hure"

 

 

aus 1
mach 2
ich bin dabei
wenn wir die Summe sind

 

 

Auf dem Schrottplatz der Liebe
herrscht Hochkonjunktur. Alte Kisten,
unaufhörlich gestapelt
gen Himmel, ehe
ein weiterer Stern verglüht. Darunter
ausgediente Wracks, ungebräuchlich
verbeult, zerkratzt, zerquetscht.
Alle warten
auf die letzte Pressung.
Ob wir, mein Schatz, wohl noch
ein Plätzchen finden?

 

 

In jeder Berührung schlummert
der Hafen des Friedens. In jedem
Kuss verliert die Uhr ihre Zeit.
Wir treiben, wir schweben, wir
schippern dahin.
Am Horizont brennen Sonnen,
wie es sie sonst
nirgendwo gibt.

 

 

Wenn Unzufriedenheit auf
Uneinsichtigkeit stößt, kommt
selten etwas Gutes heraus.
Die Gefahr der Verrohung wächst
proportional zur Verdummung,
die zunimmt, wenn sich das paart.
Wenn sich das paart,
wird jeder Schwur zum Geschwür.

 

 

Von Lippe zu Lippe, von Kuss zu Kuss

wird unsere Liebe formen.

Die Kinderaugen von morgen

werden gezeugt

durch die Liebesschwüre von heute.