Herzlich willkommen auf meiner Blogseite !

Erfahren Sie durch meinen Blog die aktuelle Auseinandersetzung mit zeitkritischen Themen. Jeder Blog-Eintrag ist kommentierbar, nutzen Sie also die Chance zum freien Blog und sagen Sie mir die Meinung, Ihre Meinung.

Außerdem finden Sie hier alle meine Bücher. Sie können darin stöbern und direkt bestellen.
Viel Spaß!

Da werden 100-Jährige aus Altenheimen und Betten gezerrt und vor Gericht gestellt. Sie glauben das nicht? Sie glauben, so etwas kann es nur in fernen Ländern geben? Weit gefehlt.

Es geschieht mitten unter uns. In Deutschland.

Menschen, Obdachlose, Männlich, Straße

Die Zentrale Stelle (ZSt) zur Aufklärung national-sozialistischer Verbrechen mit Sitz in Ludwigsburg durchforstet die Betten hiesiger Altenheime. Gejagt werden Männer und Frauen, die vor über 70 Jahren in Konzentrationslagern arbeiteten. Dass es sich dabei auch ruhig mal um eine Schreibkraft, eine Telefonistin oder eine Fernsprechvermittlerin handelte, ändert nichts an der Anklage. Die lautet denn auch schnell auf 170.000 oder 300.000 Morde. Denn die ZSt unterscheidet nicht zwischen Wärtern, Henkern und Versorgern. Wer an der ehemaligen Höllen- und menschenverachtenden Tötungsmaschine mitgemacht hatte, ist reif.

Das Versagen der Justiz von damals, als man in der noch jungen Bundesrepublik die Haupttäter und Schlächter so gut wie alle laufen ließ, doppelt sich heute aufs Neue. Abermals ist es ein Versagen der Justiz, Menschen anzuklagen, die sich kaum noch wehren können. Wieder zeigt sich die politisch gesteuerte Unfähigkeit von justiziablen Erfüllern auf grausame Art.

Mord verjährt nicht. Und die Verbrechen von einst sind so abscheulich, dass sie geahndet hätten werden müssen. Doch jetzt die Altersheime zu durchforsten, weil die Justiz 70 Jahre versagte, noch dazu, Menschen vor Gericht zu stellen, die nun wahrlich keinen einzigen Schuss abgegeben haben, grenzt für mich an Barbarei.

Und es müffelt bedenklich. Wonach? Nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und damit der Existenzberechtigung der Angestellten der Zentralen Stelle in Ludwigsburg. Selbst, wenn sie 100-Jährige aus Betten plündern müssten.

P.S.: Was machen wir eigentlich mit den Fernmeldern an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze? Was machen wir mit den Köchen, die den Soldaten (mit Schießbefehl) das Mittagessen bereiteten? Was machen wir mit den Bäckern und Putzfrauen, die zur Versorgung der unmenschlichen Kinderheime, Gefängnisse und Lager in der ehemaligen DDR beitrugen? Was machen wir mit den Schichtarbeitern, die DDT herstellten? Was machen wir mit der Sekretärin bei Heckler & Koch?

© Foto: https://pixabay.com/de/menschen-obdachlose-männlich-straße-1550502/

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren